Bayernliga-Vizemeister 2025 (von links): Lara Wagner, Hannah Brandl, Kristina Wagatha, Tereza Polanska, Sofia Milatova, Tamara Ritzinger und Coach Adrian Preisinger
Es war der letzte Spieltag in der Saison 2024 als die Damen des TC Hengersberg am letzten Spieltag der Landesliga 1 nach Straubing reisten, um dort das Unmögliche wahr zu machen. Es musste gegen den ungeschlagenen Tabellenführer mindestens ein 6:3-Sieg her, um selber die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bayernliga feiern zu dürfen. Und dies gelang in beeindruckender Manier. Mit 7:2 schlug man den Spitzenreiter und der Aufstieg war perfekt.
Somit ging man 2025 die Mission Bayernliga an. Ziel war ganz klar der Klassenerhalt, jedoch schielte vor allem Trainer und Coach Adrian Preisinger von Anfang an auch auf die vorderen Plätze. Lediglich auf den Ausländerpositionen wurde gezielt verstärkt, ansonsten blieb der Kader mit Tamara Ritzinger, Kristina Wagatha, Lara Wagner, Hannah Brandl, Carmen Lehner und Carolin Landl unverändert. Und die Mädls spielten groß auf. Vor allem Lara Wagner, die in 6 von 7 Spielen zum Einsatz kam, beeindruckte und konnte alle ihre Einzel siegreich gestalten. Am Ende belegte man mit 10:4 Punkten den zweiten Platz hinter dem ungeschlagen Meister vom TC Schießgraben Augsburg.
Womit jedoch niemand gerechnet hat, berechtigte dieser Vizemeistertitel plötzlich zum Aufstieg in die Regionalliga, da es in den oberen Ligen den ein oder anderen Rückzug gegeben hat. Für das Hengersberger Team war die Entscheidung schnell getroffen: das Aufstiegsrecht wird angenommen und man startet die Mission „Regionalliga“! Mit Lara Wagner hat sich leider eine ganz wichtige Spielerin bereits sehr früh dafür entschieden, in dieser Saison höherklassig antreten zu wollen und so hat sie ein Verlockungsangebot vom deutschen Serienmeister, dem TC Bredeney, angenommen. Zur Freude des Vereins kommt mit Alissia Gleixner nun aber eine alte Bekannte wieder zurück. Alissia spielte alle Nachwuchsmannschaften in Hengersberg und war bereits im zarten Alter von 13 Jahren ein Stütze der damaligen Damen-Landesliga-Mannschaft. Auch sie entschied sich damals ein höherklassiges Angebot anzunehmen. Nun kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück.
Ansonsten bleiben alle Eigengewächse an Bord. Auf den Spitzenpositionen konnte Adrian Preisinger absolute Hochkaräter für die Mannschaft gewinnen. So wechselt mit der 23 jährigen Amarissa Toth eine ungarische Nationalspielerin nach Hengersberg. Sie steht aktuell auf Platz 304 der Damen-Weltrangliste und wird die Mannschaft anführen. Ähnlich stark ist die Slowakin Eszter Meri, die zweite Neuverpflichtung, einzuschätzen. Ansonsten bleiben alle Legionäre aus der vergangenen Saison Teil der Mannschaft.
Man darf gespannt sein, wie sich Ritzinger, Wagatha und Co in der Regionalliga, der dritthöchsten deutschen Liga schlagen werden. Ziel kann natürlich nur der Klassenerhalt sein.