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Traumstart in die Regionalliga: Hengersberger Tennis-Damen überrollen Würzburg mit 9:0

5. Mai 2026 | Damen

Alissia Gleixner | Tennisspielerin TC Hengersberg

Alissia Gleixner

Ein Auftakt nach Maß – und einer, der in dieser Deutlichkeit selbst die kühnsten Erwartungen übertraf: Die Damen des TSV Hengersberg haben ihr erstes Regionalliga-Spiel in der Süd-Ost-Staffel gegen den TC Weiß-Blau Würzburg mit 9:0 gewonnen. Für den Aufsteiger ist dieser Erfolg gleich zum Saisonstart nicht nur ein doppelter Punktgewinn, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz in der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

Bei besten äußeren Bedingungen und vor zahlreichen Zuschauern präsentierte sich das Team von Trainer Adrian Preisinger von Beginn an hellwach, fokussiert und in allen Mannschaftsteilen überlegen. Von Nervosität, wie sie bei einem Regionalliga-Debüt durchaus hätte auftreten können, war nichts zu spüren. Im Gegenteil: Hengersberg trat selbstbewusst auf, bestimmte Tempo und Spielverläufe – und ließ dem Mitaufsteiger aus Würzburg kaum Luft zum Atmen. Bereits nach den Einzeln war die Partie beim Stand von 6:0 entschieden – ein Zwischenstand, der die Kräfteverhältnisse eindrucksvoll widerspiegelte.

Einzel-Dominanz, starkes Comeback von Gleixner

Angeführt von den beiden international erfahrenen Spitzenspielerinnen Alevtina Ibragimova und Amarissa Toth ließen die Gastgeberinnen an den Spitzenpositionen nichts anbrennen. Ibragimova (6:1, 6:1 gegen Josie Holderbach) und Toth (6:0, 6:0 gegen Marika Müller) wurden ihrer Favoritenrolle in beeindruckender Manier gerecht. Beide agierten druckvoll, variabel und hochkonzentriert – und benötigten jeweils weniger als eine Stunde für ihre klaren Erfolge. Besonders Toth unterstrich bei ihrem Debüt nicht nur ihre sportliche Klasse, sondern auch, warum sie als wichtige Verstärkung verpflichtet wurde. Doch nicht nur an der Spitze dominierte Hengersberg: Auch im mittleren Paarkreuz überzeugten Stefi Bojica und Rückkehrerin Alissia Gleixner mit äußerst souveränen Auftritten. Bojica setzte sich mit 6:1, 6:0 durch und ließ ihrer Gegnerin Laura Popov kaum Chancen auf längere Ballwechsel. Für einen der emotionalsten Momente des Tages sorgte jedoch Gleixner: Nach längerer Verletzungspause kehrte sie auf den Platz zurück – und präsentierte sich in bestechender Form. Mit einem makellosen 6:0, 6:0 setzte sie gegen Lola Erb nicht nur sportlich ein Ausrufezeichen, sondern gab dem Team auch zusätzlichen Auftrieb. Auf den hinteren Positionen rundeten Tamara Ritzinger (gegen Paula Schiemann) und Mannschaftsführerin Kristina Wagatha (gegen Anna Bauer) den perfekten Einzel-Auftritt ab. Beide feierten bei ihren ersten Regionalliga-Einsätzen überzeugende Siege (jeweils 6:2, 6:1) und zeigten dabei eine bemerkenswerte Ruhe und Spielkontrolle. Gerade in Drucksituationen agierten sie abgeklärt und machten deutlich, dass sich die intensive Vorbereitung der vergangenen Wochen ausgezahlt hat.

Souveräne Doppel und geschlossene Teamleistung

Mit der komfortablen 6:0-Führung im Rücken ging es in die Doppel – doch auch hier ließ Hengersberg nicht nach. Stattdessen wurde rotiert: Hannah Brandl kam für Gleixner ins Team und feierte damit ihr Regionalliga-Debüt. Im Einser-Doppel bestätigten Ibragimova und Toth ihre starke Tagesform und gewannen souverän mit 6:1, 6:1 gegen Holderbach/Müller. Im zweiten Doppel überzeugte die Paarung Bojica/Brandl – insbesondere Brandl fügte sich nahtlos ein und konnte an der Seite von Bojica mit einem 6:4, 6:1 gegen das Duo Popov/Erb gleich ihren ersten Sieg in dieser Liga feiern. Ritzinger und Wagatha machten mit einem dominanten 6:0, 6:1 im dritten Doppel gegen Schiemann/Bauer schließlich den perfekten Spieltag komplett.

Auffällig war insbesondere die geschlossene Mannschaftsleistung: Es gab keine Schwachstelle, jede Spielerin erfüllte ihre Aufgabe mit hoher Konzentration und großem Engagement. Neben der sportlichen Dominanz überzeugte auch der Teamgeist – Neuzugang Toth war sofort integriert, während Gleixners Comeback zusätzliche Energie freisetzte. Auch die Debütantinnen Ritzinger, Wagatha und Brandl fügten sich nahtlos ein und unterstrichen die mannschaftliche Geschlossenheit. Trainer Adrian Preisinger zeigte sich nach der Partie entsprechend begeistert, blieb dabei aber bodenständig: „Mit so einem Ausgang haben wir natürlich nicht gerechnet, umso größer ist die Freude. Wir hatten ein tolles Team auf und neben dem Platz und haben uns diesen Sieg hart erarbeitet und in dieser Höhe auch verdient.“ Mannschaftsführerin Kristina Wagatha fasste die Stimmung im Team treffend zusammen: „Mega Tag, rundum gelungen – so kann’s weitergehen.“

Bereits am kommenden Sonntag, 10. Mai, wartet ab 12 Uhr der nächste Härtetest: Dann geht es daheim gegen den TC im TSV Zella-Mehlis, der als etablierter Regionalligist gilt. Doch nach diesem furiosen Auftakt dürfte die Vorfreude im Lager der Niederbayerinnen groß sein – und das Selbstvertrauen ebenso.

red/ad
Deggendorfer Zeitung (PNP), 05.05.2026