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Stärker als das Ergebnis zeigt: Hengersbergs Damen verlieren klar 0:9 – spielen aber auf Augenhöhe mit Meister Aschheim

15. Juni 2026 | Damen

Eszter Meri | Tennisspielerin TC Hengersberg

Eszter Meri

Ein 0:9 klingt nach einer klaren Angelegenheit – doch wer am Sonntag auf der Anlage des TC Hengersberg dabei war, weiß: Dieses Ergebnis erzählt nur die halbe Wahrheit. In einem hochklassigen Regionalliga-Duell gegen den späteren Meister TC Aschheim lieferten sich die Hengersberger Damen packende Matches, die oft erst im entscheidenden Moment kippten.

Schon in der ersten Einzelrunde deutete sich an, wie eng dieser Spieltag werden würde – und wie bitter er enden könnte. Tereza Polanska (3:6 6:7 gegen Anna Zyryanova), Tamara Ritzinger (6:0 0:6 4:10) und Hannah Brandl (3:6 4:6) lieferten allesamt starke Leistungen, mussten sich aber jeweils in umkämpften Partien geschlagen geben. Besonders Ritzinger begeisterte mit einem dominanten ersten Satz, ehe ihre Gegnerin Hanna Resch zurückschlug und sich im Match-Tiebreak durchsetzte. Auch Brandl zeigte ein ausgeglichenes Spiel, in dem Nadine Graber am Ende den berühmten Tick besser war. Nach drei knappen Niederlagen stand es dennoch 0:3.

In der zweiten Einzelrunde setzte sich das Muster fort. Alissia Gleixner (7:5, 1:6, 6:10) kämpfte sich nach gewonnenem ersten Satz in den Match-Tiebreak, verlor diesen jedoch unglücklich gegenAnastasia Polach. Kristina Wagatha hatte gegen die stark aufspielende Laura Putz wenig Chancen 0:6, 1:6). Das absolute Highlight des Tages lieferten sich jedoch Eszter Meri und Aschheims Spitzen-Spielerin Adrienne Nagy. In einem Duell auf höchstem Niveau, das wohl zu den besten gehört, die je in Hengersberg zu sehen waren, musste sich Meri nach einer herausragenden Leistung denkbar knapp mit 5:7, 6:7 geschlagen geben. Nach den Einzeln war der Rückstand auf 0:6 angewachsen – ein Spielstand, der den tatsächlichen Verlauf kaum widerspiegelte.

Auch in den Doppeln zeigte Hengersberg Moral. Das Einser-Doppel Meri/Polanska kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz eindrucksvoll gegen Zyryanova/Polach zurück, unterlag aber erneut im Match-Tiebreak (1:6, 6:2, 8:10). Gleixner und Brandl mussten sich ebenfalls erst im dritten Satz gegen Resch/Graber geschlagen geben (6:1, 2:6, 6:10). Lediglich das Zweier-Doppel Ritzinger/Wagatha (0:6, 1:6) gegen das starke Duo Nagy/Putz war eine klare Angelegenheit zugunsten der Gäste.

Letzter Schritt zum Klassenerhalt bei Schlusslicht Altenfurt

Am Ende stand ein deutliches 0:9 – und doch ein Spieltag, der Mut macht. Gleich vier Partien gingen erst im entscheidenden dritten Satz verloren, zwei weitere waren denkbar knapp. „Meine Mannschaft hat sich heute sehr gut verkauft. Wir waren in fast allen Matches auf Augenhöhe und hätten uns ein engeres Endergebnis verdient gehabt“, resümierte Trainer Adrian Preisinger. Gleichzeitig gratulierte er fair dem TC Aschheim zum verdienten Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch Spielerin Tamara Ritzinger zeigte sich kämpferisch: „Das Ergebnis ist bitter, aber so deutlich war es nicht. Jetzt richten wir den Blick nach vorne.“

Und genau dieser Blick geht bereits auf das nächste entscheidende Spiel: Am kommenden Sonntag, 21. Juni, tritt Hengersberg auswärts beim Schlusslicht TSV Altenfurt an. Dort soll der letzte Schritt zum Klassenerhalt gelingen – und nach dieser Leistung scheint klar: Diese Mannschaft hat das Potenzial dazu.
 
red/ad
Deggendorfer Zeitung (PNP), 15.06.2026